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Normen-Glossar

Normen unterliegen einer ständigen Veränderung. In diesem Bereich finden Sie Informationen zu zahlreichen Normen.

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Gesetze und Normen Beschreibung und Anwendung

EN 1073-2

DIN EN 1073-2 - Schutzkeidung gegen radioaktive Kontamination - Klick für mehgr Infos

DIN EN 1073 Teil 2: Anforderungen und Prüfverfahren für unbelüftete Schutzkleidung gegen radioaktive Kontamination durch feste Partikel.

Die Norm gilt nicht für den Schutz vor ionisierender Strahlung, sondern ausschließlich als Partikelbarriere gegen kontaminierte Partikel oder Flüssigkeiten!

Als Ergebnis der Prüfung nennt die Norm drei Leistungsklassifizierungen im Zusammenhang mit einem Sollschutzfaktor gegen das Eindringen von Aerosolen kleiner Partikel (0,6 Mikrometer):

  • Klasse 3 = Sollschutzfaktor 500
  • Klasse 2 = Sollschutzfaktor 50
  • Klasse 1 = Sollschutzfaktor 5

Leistungsklasse 3 bieten dabei den höchsten Schutz.

Mehr Infos zum Prüfverfahren finden Sie im PDF (0,3MB) auf dupont.de

EN 1125

DIN EN 1125 - Schlösser und Baubeschläge - Paniktürverschlüsse mit horizontaler Betätigungsstange für Türen in Rettungswegen - Klick für mehr Infos

Die Norm DIN EN 1125 soll sicheres Entkommen mit geringer Anstrengung durch eine Fluchttür ohne vorherige Kenntnis über die Betätigung des Panikverschlusses gewährleisten. Sie ist für Anwendungsfälle, in denen die Entstehung einer Paniksituation wahrscheinlich ist. Bei der Prüfung eines horizontalen Panikverschlusses (Griffstange oder Druckstange) nach DIN EN 1125 wird besonders darauf geachtet, dass auch Kinder und ältere Menschen die Tür leicht öffnen können.

Der 10-stelligen Klassifizierungsschlüssel der EN 1125 schlüsselt folgende Eigenschaften auf:

  1. Stelle: Nutzungskategorie (eine Klasse)
    • Klasse 3: Hohe Nutzungshäufigkeit
  2. Stelle: Dauerfunktionstüchtigkeit (zwei Klassen möglich)
    • Klasse 6: 100.000 Prüfzyklen
    • Klasse 7: 200.000 Prüfzyklen
  3. Stelle: Masse der Prüftür (zwei Klassen möglich)
    • Klasse 6: 100 kg
    • Klasse 7: 200 kg
  4. Stelle: Eignung für die Verwendung an Feuer-/Rauchschutztüren (zwei Klassen möglich)
    • Klasse 0: Nicht zulässig für Feuer-/Rauchschutztüren
    • Klasse 1: Geeignet für Feuer-/Rauchschutztüren, wenn eine befriedigenden Bewertung hinsichtlich der Feuerbeständigkeit vorliegt
  5. Stelle: Sicherheit - Personenschutz (eine Klasse)
    • Erfüllt eine kritische Sicherheitsfunktion (Höchste Klasse)
  6. Stelle: Korrosionsbeständigkeit (zwei Klassen möglich)
    • Klasse 3: Hohe Korrosionsbeständigkeit
    • Klasse 4: Sehr hohe Korrosionsbeständigkeit
  7. Stelle: Sicherheit - Einbruchschutz (eine Klasse)
    • Klasse 2: Zuhaltungen von Kräften bis zu 1.000 Newton
  8. Stelle: Überstand der Betätigungsstange (zwei Klassen möglich)
    • Klasse 1: maximal 100 mm
    • Klasse 2: maximal 150 mm
  9. Stelle: Betätigungsart der Betätigungsstange (zwei Klassen)
    • Klasse 1: Griffstange (Typ A)
    • Klasse 2: Druckstange (Typ B)
  10. Stelle: Anwendungsbereich der Türe für öffentlichen Publikumsverkehr - Benutzer kennen die Fluchttür-Funktionen nicht; bswp:
    • Kinos
    • Hotels
    • Flughäfen
    • Krankenhäuser
    • Einkaufszentren
    • Versammlungsstätten

EN 1149

DIN EN 1149 - Schutzkleidung - Elektrostatische Eigenschaften - Klick für mehr Infos

Durch elektrostatische Aufladung können Funken entstehen, welche einen Brand oder eine Explosion
auslösen können. Antistatische Kleidung soll das verhindern.

Der wichtigste Bestandteil dieser Norm ist die EN 1149-5. Darin werden die Anforderungen an elektrisch leitfähige Kleidung spezifiziert. Diese Kleidung u.a. in Kombination mit leitfähigem Schuhwerk Teil eines vollständig geerdeten Systems und beugt somit Funkenschlag vor.
Kleidung, die der EN 1149 entspricht, muss ebenfalls immer die Norm für flammhemmende Kleidung (ISO 11612 "Schutzkleidung - Kleidung zum Schutz gegen Hitze und Flammen - Mindestleistungsanforderungen" [ehem. EN 531 "Schutzkleidung für hitzeexponierte Arbeiter"]) entsprechen. Eingesetzt wird diese Kleidung dort, Explosionsgefahr und somit Feuergefahr existiert.

Die DIN EN 1149 besteht aus fünf Teilen:

  1. Teil: Prüfverfahren für die Messung des Oberflächenwiderstandes
    • Das Prüfverfahren der EN 1149-1 ermittelt den Oberflächenwiderstandes in Ohm. Denn je geringer der Widerstand ist, umso schneller können Ladungen abfließen und somit abgebaut werden. Diese Verfahren kann nur bei Materialien eingesetzt werden, die eine leitfähige Oberfläche besitzen, wie bspw. Kohlenstoff oder Stahlfasern.
  2. Teil: Prüfverfahren für die Messung des elektrischen Widerstandes durch ein Material (Durchgangswiderstand)
  3. Teil: Prüfverfahren für die Messung des Ladungsabbaus
    • Das Prüfverfahren der EN 1149-3 misst die Schnelligkeit des Ladungsabbaues auf 50 % der Ausgangsladung (schneller = besser) sowie die Schirmdämpfungswirkung gegen das elektrische Feld (höher = besser).
  4. Teil: Entwurfsphase: Leistungsanforderungen an Material und Konstruktionsanforderungen
  5. Teil: Leistungsanforderungen an Material und Konstruktionsanforderungen
    • In EN 1149-5 werden Anforderungen an Material und Konstruktionsanforderungen an die Bekleidung definiert. Das Material der Schutzkleidung muss entweder nach EN 1149-1 oder EN 1149-3 zertifiziert sein.

EN 13758-2

DIN EN 13758-2 - Textilien - Schutzeigenschaften gegen ultraviolette Sonnenstrahlung - Teil 2: Klassifizierung und Kennzeichnung von Bekleidung

Mit DIN EN 13758-2  gekennzeichnete Kleidung wird nach DIN EN 13758-1 geprüft. Zertifizierte Kleidung bietet Schutz gegen UVA- und UVB-Strahlung, welche von Sonnenlicht ausgehen. Der Schutz besteht allerdings nur für Hautpartien, welche vollständig vom Material bedeckt sind. Verschlechterungen des Schutzfaktors können durch abgetragene oder nasse Kleidung entstehen.

Kennzeichnungsklassen UPF-Bereich1 Schutz % der Abschirmung der UV-Strahlung
15,20 15 - 24 Gut 93,3 - 95,8%
25,30,35 25 - 39 Sehr gut 96,0 - 97,4%
40,45,50,50+ 40 - 50+ Ausgezeichnet 97,5 - 98+%

1: UPF – UV-Schutzfaktor

EN 14126

DIN EN 14126 - Schutzkleidung - Leistungsanforderungen und Prüfverfahren für Schutzkleidung gegen Infektionserreger - Klick für mehr Infos

Die DIN EN 14126 legt die Anforderungen und Prüfverfahren für wiederverwendbare und im Gebrauch begrenzte Schutzkleidung gegen Infektionserreger fest.

Die Norm gliedert sich in folgende Teile

  1. Anforderungen an das Material
    1. Allgemeines
    2. Mechanische Anforderungen und Anforderungen an die Entflammbarkeit
    3. Chemische Anforderungen
    4. Leistungsanforderungen für den Widerstand gegen die Penetration von Infektionserregern
  2. Leistungsanforderungen an Nähte, Verbindungen und Verbünde
  3. Leistungsanforderungen an den gesamten Anzug

Angegeben Arten von Schutzkleidung lt. EN 14126

Typ Beschreibung relevante Norm
1a-B, 1b-B, 1c-B gasdicht EN 943-1,
EN 943-2
2-B nicht gasdicht EN 943-1,
EN 943-2
3-B Schutz gegen Druckbeaufschlagung mit flüssigen Chemikalien EN 14605
4-B Schutz gegen flüssige Aerosole (spraydicht) EN 14605
5-B Schutz gegen luftgetragene feste Partikel ISO 13982-1
6-B Begrenzter Schutz gegen flüssige Chemikalien (Sprühnebel) EN 13034

EN 14404

DIN EN 14404 - Persönliche Schutzausrüstung - Knieschutz für Arbeiten in kniender Haltung- Klick für mehr Infos

Die Norm gilt nur in Verbindung mit zertifizierten Knieschutzpolstern bzw. der Kombination aus zertifizierten Kniepolstern und Arbeitskleidung mit Knietaschen. Die Knieschoner werden u.a. auf Stichfestigkeit, Druckverteilung und Energieabsorption bei stoßartiger Belastungen geprüft.

Die EN 14404 unterteilt Knieprotektoren in vier Typen:

  • Typ 1: Knieschutz, der von anderer Kleidung unabhängig ist und am Bein befestigt wird
  • Typ 2: Knieschutz, der bspw. in Taschen an den Hosenbeinen befestigt ist
  • Typ 3: Ausrüstung, die nicht am Körper befestigt wird
  • Typ 4: Knieschutz, der Teil von Vorrichtungen mit zusätzlichen Funktionen wie z. B. eines Rahmens als Aufstehhilfe ist

Weiterhin definiert die Norm zwei Leistungsstufen:

  • Leistungsstufe 1: für Arbeiten auf ebenen Bodenoberfläche, auf der normalerweise keine Gegenstände höher 1cm liegen, Stichfestigkeit min. 100 N
  • Leistungsstufe 2: für Arbeiten unter schwierigen Bedingungen wie z.B. beim Knien auf Steinen in Bergwerken und Steinbrüchen, Stichfestigkeit min. 250 N

EN 15635

Norm zur Prüfung von Regalen - Klick für weitere Infos

Norm zur Prüfung von Regalen

Die europäische Norm DIN EN 15635 „Ortsfeste Regalsysteme aus Stahl – Anwendung und Wartung von Lagereinrichtungen“ ist eine der wichtigsten Vorschriften bezüglich des Betriebes und der Prüfung von Regalen. Die Norm ist seit August 2009 gültig. Die DIN legt besonderes Augenmerk darauf, dass Lagereinrichtungen nur für eine sorgfältige Benutzung ausgelegt sind. Das heißt die Regale dürfen nur wie vorgeschrieben verwendet werden und der ordnungsgemäße Zustand muss unbedingt erhalten bleiben. Um das zu erreichen, dürfen keine zusätzlichen Kräfte, wie Stöße oder Überbelastungen, auf die Lagereinrichtungen wirken. Nur so ist die Sicherheit der Regale gewährleistet.

Die DIN EN 15635 legt weiterhin fest, in welchem Umfang und wie oft Prüfungen an den Lagereinrichtungen stattzufinden haben. Sie unterscheidet verschiedene Prüfarten und definiert die einzelnen Prüfschritte. Außerdem gibt die DIN vor, wie ermittelte Schäden zu bewerten, einzustufen und zu beseitigen sind. Schließlich wird auch beschrieben, welchen Umfang und Inhalt die schriftliche Dokumentation aller Prüfschritte haben soll.

Neben den detaillierten Ausführungen zur Prüfung, bezieht sich die DIN EN 15635 „Ortsfeste Regalsysteme aus Stahl – Anwendung und Wartung von Lagereinrichtungen“ unter anderem auch auf die Installation und Montage sowie den Erhalt der allgemeinen Sicherheit der Regale.

Letzte Änderung: November 2014

EN 166

DIN EN 166 - Persönlicher Augenschutz - Anforderungen

Gläserkennzeichnung nach DIN EN 166

Schutzbriller Gläserkennzeichnung
Abbildung 1

Filtertyp:

Code Filtertyp
2 UV-Schutzfilter
2C oder 3 UV-Schutzfilter mit guter Farberkennung
4 IR-Schutzfilter
5 Sonnenschutzfilter
6 Sonnenschutzfilter mit Infrarot-Anforderung
Keine Nr. Schweißerschutzfilter

Tönungsstufe:

Tönungsstufe Tönungsvarianten
1,2 Gelb oder Klar
1,7 Orange
2,5 Grau oder Bronze
3,1 Dunkelgrau, Dunkelbronze, Blau, Rot, verspiegelt

Kurzzeichen des Herstellers:

Jeder Hersteller von normgerechten Arbeitsschutzbrillen kennzeichnet an dieser Stelle die Sichtscheiben des Augenschutzes mit einem eindeutigen Kürzel.

Optische Klasse:

Klasse Bedeutung
1 Für hohe Anforderungen an die Sehgenauigkeit, keine Verzerrung, für den Dauergebrauch geeignet
2 Für durchschnittliche Anforderungen an die Sehleistung.
3 Für den Einsatz ohne größere Anforderungen an die Sehleistung
Nicht für den Dauergebrauch! Nur in Ausnahmefällen!

Mechanische Festigkeit:

Zeichen Bemerkung
ohne Mechanische Grundfestigkeit
S Stoßfestigkeit = 5 m/s
F Stoßfestigkeit = 45 m/s
B Stoßfestigkeit = 120 m/s
A Stoßfestigkeit = 190 m/s
T Beständigkeit zwischen -5°C und +55°

Zur Erreichung der mechanischen Festigkeit werden verschiedene Materialien für die Scheiben der Schutzbrillen eingesetzt, z. B:

  • Polycarbonat: mechanische Festigkeit F und B
  • Acetat: mechanische Festigkeit F

Weitere Schutzkennzeichnung:

Kennzeichnung Bedeutung
9 Sichtscheiben sind auf Nichthaften von Schmelzmetall geprüft
K Oberflächen der Sichtscheiben sind beständig gegen Beschädigung durch kleine Teilchen („Kratzfestigkeit“)
N Oberflächen der Sichtscheiben sind beständig gegen Beschlagen

EN 170

DIN EN 170 - Persönlicher Augenschutz - Ultraviolettschutzfilter - Transmissionsanforderungen und empfohlene Anwendung - Klick für mehr Infos

Die EN 170 definiert Produktsonderanforderungen wie "Anforderungen an den Transmissionsgrad" für ultraviolette Strahlung sowie optional "Sichtscheiben mit verbesserter Farberkennung". Gekennzeichnet wird dies mit "2(C)-1,2" oder "2-1,7". Die Gläser mindern Reflexionen und werden bei Arbeitsplätzen mit geringer bis keiner Stahlungsbelastung empfohlen.

EN 172

Persönlicher Augenschutz - Sonnenschutzfilter für den betrieblichen Gebrauch - Klick für mehr Infos

Die DIN EN 172 ist eine Sondernormen für den persönlichen Augenschutzes und beschreibt Anforderungen an die physikalischen Eigenschaften der Filter, die zur Dämpfung von Sonnenstrahlen verwendet werden. Eigenschaften können mechanische und optische Anforderungen der Sonnenschutzfilter sein. Für den gewerblichen Gebrauch müssen zusätzlich die Anforderungen an den Augenschutz nach DIN EN 166 erfüllt sein. Verwendet kann der Filter als Brille oder Brillenaufsatz.

Für Strahlung aus künstlichen Lichtquellen ist zuätzlich die prEN 170 zu beachten.

EN 1757-3

DIN EN 1757-3 - Sicherheit von Flurförderzeugen - Handbetriebene und teilweise handbetriebene Flurförderzeuge - Teil 3: Plattformwagen - Klick für mehr Infos

Die EN 1757-3 bestimmt Anforderungen an die Sicherheit für handgetriebene und teilweise handgetriebene Mitgänger-Plattformwagen.

Genormt werden:

  • Ausführung und Konstruktion, Handhabungskräfte
  • Fahren, Lenken
    • Allgemeines
    • Deichsel
    • Bügel zum Schieben und Ziehen
  • Räder und Rollen
    • Spezifikationen
    • Radschutz
  • Feststellbremse
  • Standsicherheit
  • Schutz gegen Quetschstelle und Scherstellen
  • Ausführung von Ecken und Kanten

Ein wichtigter Punkt ist die Ausrüstung mit einer Feststellbremse an Plattformwagen. Die EN 1757-3 wird durch das Produktsicherheitsgesetz vorgeschrieben und ist damit für in Deutschland vertriebene Handtransportgeräte verpflichtend.

EN 179

DIN EN 179 - Schlösser und Baubeschläge - Notausgangsverschlüsse mit Drücker oder Stoßplatte für Türen in Fluchtwegen - Klick für mehr Infos

Die Norm DIN EN 179 legt Anforderungen an die Herstellung, Gebrauchstauglichkeit und Prüfung von Notausgangsverschlüssen fest, die mechanisch entweder über einen Drücker oder eine Stoßplatte betätigt werden und für Anwendungsfälle vorgesehen sind, in denen die Entstehung einer Paniksituation unwahrscheinlich ist. Quelle: beuth.de

Der 10-stelligen Klassifizierungsschlüssel der EN 179 schlüsselt folgende Eigenschaften auf:

  1. Stelle: Nutzungskategorie (eine Klasse)
    • Klasse 3: Hohe Nutzungshäufigkeit
  2. Stelle: Dauerfunktionstüchtigkeit (zwei Klassen möglich)
    • Klasse 6: 100.000 Prüfzyklen
    • Klasse 7: 200.000 Prüfzyklen
  3. Stelle: Masse der Prüftür (zwei Klassen möglich)
    • Klasse 6: 100 kg
    • Klasse 7: 200 kg
  4. Stelle: Eignung für die Verwendung an Feuer-/Rauchschutztüren (zwei Klassen möglich)
    • Klasse 0: Nicht zulässig für Feuer-/Rauchschutztüren
    • Klasse 1: Geeignet für Feuer-/Rauchschutztüren, wenn eine befriedigenden Bewertung hinsichtlich der Feuerbeständigkeit vorliegt
  5. Stelle: Sicherheit - Personenschutz (eine Klasse)
    • Erfüllt eine kritische Sicherheitsfunktion (Höchste Klasse)
  6. Stelle: Korrosionsbeständigkeit (zwei Klassen möglich)
    • Klasse 3: Hohe Korrosionsbeständigkeit
    • Klasse 4: Sehr hohe Korrosionsbeständigkeit
  7. Stelle: Sicherheit - Einbruchschutz (drei Klassen möglich)
    • Klasse 2: Zuhaltungen von Kräften bis zu 1.000 Newton
    • Klasse 3: Zuhaltungen von Kräften bis zu 2.000 Newton
    • Klasse 4: Zuhaltungen von Kräften bis zu 3.000 Netwon
  8. Stelle: Überstand des Bedienelements (zwei Klassen möglich)
    • Klasse 1: maximal 100 mm
    • Klasse 2: maximal 150 mm
  9. Stelle: Betätigungsart (zwei Klassen)
    • Klasse 1: Drücker
    • Klasse 2: Stoßplatte
  10. Stelle: Anwendungsbereich der Türe für nicht öffentlichen Publikumsverkehr - Benutzer kennen die Fluchttür-Funktionen (fünf Klassen möglich)
    • Klasse 1: bspw. private Wohnanlagen
    • Klasse 2: bspw. Klassenräume in Schulen
    • Klasse 3: bspw. nichtöffentliche Verwaltungen von Industrieunternehmen
    • Klasse 4: bspw. nichtöffentliche Bereiche von Veranstaltungsgebäuden
    • Klasse 5: bspw. nichtöffentliche Bereiche von Flughäfen, Banken, Einkaufszentren

EN 343

DIN EN 343 - Schutzkleidung - Schutz gegen Regen - Klick für mehr Infos

Diese Norm legt die Anforderungen und Prüfverfahren für Materialien und Nähte von Schutzkleidung gegen den Einfluss von Niederschlag (z. B. Regen, Schneeflocken), Nebel und Bodenfeuchtigkeit fest. Quelle: beuth.de

Atmungsaktivität / Wassersäule laut DIN EN 343

Wichtig bei körperlicher Betätigung ist der Abtransport von Wasserdampf bei gleichzeitigem Regenschutz.
Schema der Herstellerangaben: Wasserdichtigkeit-Klasse TRENNZEICHEN (, / -) Atmungsaktivität-Klasse
Beispiele: EN 343 3,2 oder EN 343 2/2

Wasserdurchgangswiderstand beschreibt die Wasserdichtigkeit

Klasse 1: -
Klasse 2: >800 mmH2O
Klasse 3: >1300 mmH2O (beste Klasse)

mmH2O = Millimeter Wassersäule

Wasserdampfdurchgangswiderstand beschreibt die Atmungsaktivität

Klasse 1: Ret > 40
Klasse 2: 20 > Ret >= 40
Klasse 3: Ret <= 20 (beste Klasse)

Ret = Die Fähigkeit des Materials Wasserdampf (Schweiß) von innen nach außen abzugeben. Der Ret-Zahlenwert beschreibt nicht die ebenfalls übliche Angabe "g/m²/24h" zur Bestimmung der Atmungsaktivität.

Empfohlene maximale kontinuierliche Tragedauer bei mittelschwerer körperliche Anstrengung (150W/m²) nach EN 343:2003

Atmungsaktivität Temperatur in °C Zeit in h
Klasse 3 10 unbegrenzt
Klasse 2 unbegrenzt
Klasse 1 4,0
Klasse 3 15 unbegrenzt
Klasse 2 unbegrenzt
Klasse 1 1,6
Klasse 3 20 unbegrenzt
Klasse 2 4,1
Klasse 1 1,25
Klasse 3 25 3,4
Klasse 2 1,7
Klasse 1 1,0

EN 374

DIN EN 374 - Schutzhandschuhe gegen Chemikalien und Mikroorganismen - Klick für mehr Infos

Die EU-Norm legt Anforderungen an Handschuhe fest, die den Anwender gegen Chemikalien und/oder Mikroorganismen schützen, und definiert weiterhin die anzuwendenden Begrifflichkeiten. Diese Norm gilt in Verbindung mit EN 420 und legt selbst keine Anforderungen gegen mechanische Beanspruchung fest.

Die drei Teile der DIN EN 374 sind:

  1. Terminlogie und Leistungenanforderungen für chemische Risiken
  2. Bestimmung des Widerstandes gegen Penetration
  3. Bestimmung des Widerstandes gegen Degradation durch Chemikalien

DIN EN 374-2 Schutzindex mit Durchbruchzeit in Minuten:

  1. > 10 min
  2. > 30 min
  3. > 60 min
  4. > 120 min
  5. > 240 min
  6. > 480 min

DIN EN 374-3 Kennbuchstaben mit Schutz gg. Chemikalien:

  • A - Methanol
  • B - Aceton
  • C - Acetonitril
  • D - Dichloromethan
  • E - Kohelnstoffdisulfid
  • F - Tuluol
  • G - Diethylamin
  • H - Tetrahydrouran
  • I - Ethylacetat
  • J - N-Heptan
  • K - Natriumhydroxid 40%
  • L - Schwefelsäure 96%

Piktogramm EN 374 einfacher Schutz Piktogramm EN 374-2 Schutz gegen Chemikalien Piktogramm EN 374-3 Schutz gegen Mikroorganismen

EN 374 Piktogramm für wasserfeste Schutzhandschuhe und geringen Schutz gegen chemische Gefahren
EN 374-2 Schutz gegen Chemikalien
EN 374-3 Schutz gegen Mikroorganismen

EN 381

EN 381 - Schutzkleidung für die Benutzer von handgeführten Kettensägen - Klick für mehr Infos

"Schutzkleidung für die Benutzer von handgeführten Kettensägen" in zehn Teilen

  1. Prüfstand zur Prüfung des Widerstandes gegen Kettensägen-Schnitte
  2. Prüfmethode für Beinschutz
  3. Prüfverfahren für Schuhwerk
  4. Prüfverfahren für Schutzhandschuhe für Kettensägen
  5. Anforderungen an Beinschutz
  6. ZURÜCKGEZOGEN: Anforderungen an Stiefel
  7. Anforderungen an Schutzhandschuhe für Kettensägen
  8. Prüfverfahren für Schutzgamaschen für Kettensägen
  9. Anforderungen an Schutzgamaschen für Kettensägen
  10. Prüfverfahren für Oberkörperschutzmittel
  11. Anforderungen für Oberkörperschutzmittel

EN 388

DIN EN 388 Schutzhandschuhe gegen mechanische Risiken - Klick für Infos

Veröffentlicht als DIN EN 388:2017 dient diese Norm als Grundlage für das Inverkehrbringen von Schutzhandschuhen gegen mechanische Risiken der Richtlinie 89/686/EWG für Persönliche Schutzausrüstung. Die Position der Ziffern stehen für die Schutzstufe/Klasse der folgenden Eigenschaften:

  1. Ziffer = Abriebfestigkeit - Klasse 0 bis 4
  2. Ziffer = Schnittfestigkeit nach herkömmlichem Verfahren - Klasse 0 bis 5 (min. Kl. 3 bei Schnittrisiko wählen)
  3. Ziffer = (Weiter-) Reißfestigkeit - Klasse 0 bis 4
  4. Ziffer = Durchstichfestigkeit - Klasse 0 bis 4
  5. Ziffer = Schnittfestigkeit nach neuem EN ISO 13997 - Klasse A bis F
  6. Ziffer = optional: Schutz vor Stößen

Je höher die jeweilige Klasse, desto besser.

Mehr über die Testverfahren finden Sie auf www.en-388.de

EN 397

DIN EN 397 - Industrieschutzhelme - Klick für mehr Infos

Industrieschutzhelme sind in erster Linie dazu bestimmt, dem Träger Schutz vor fallenden Gegenständen und deren Konsequenzen, wie Gehirnverletzung und Schädelbruch, zu bieten. Gewährleistet der Helm obendrein optionale Anforderungen für "Elektrische Eigeschaften", hält er kurzfristig Wechselspannung von bis 440 Volt aus.

Allgemeine Anforderungen:

  1. Werkstoffe und Konstruktion
  2. ÄußerervertikalerAbstand
  3. InnerervertikalerAbstand
  4. Innerer vertikaler Freiraum
  5. HorizontalerAbstand
  6. Traghöhe
  7. Innenausstattung
    1. Kopfband/Nackenband
    2. Tragkorb
    3. Komfort- und Schweißband
  8. Kinnriemen
  9. Belüftung
  10. Zubehör

Anforderung an die Schutzfunktion:

  1. VerbindlicheAnforderungen
    1. Stoßdämpfung
    2. Durchdringungsfestigkeit
    3. Brennverhalten
    4. Kinnriemenbefestigungen
    5. Etikett
  2. OptionaleAnforderungen
    1. Sehr niedrige Temperaturen (–20 °C oder –30 °C)
    2. Sehr hohe Temperaturen (+150 °C)
    3. Elektrische Isolierung
    4. Seitliche Verformung
    5. Metallspritzer

Quelle: beuth.de

EN 407

DIN EN 407 Schutzhandschuhe gegen thermische Risiken (Hitze und/oder Feuer) - Klick für Infos

Bei Arbeiten mit heißen Objekten müssen Schutzhandschuhe der Mindestanforderungen "Klasse 1" gem. EN 388  genügen.

Zusätzlich müssen sie gemäß EN 407 für bestimmte Eigenschaften die Klassen 0 bis 4 besitzen, wobei Klasse 4 den jeweils besten Schutz bietet:

  1. Ziffer = Brennverhalten
  2. Ziffer = Kontaktwärme
  3. Ziffer = Konvektive Hitze
  4. Ziffer = Strahlungswärme
  5. Ziffer = Wärmebelastung durch kleine Spritzer geschmolzenen Metalls
  6. Ziffer = Wärmebelastung durch große Mengen geschmolzenen Metalls

Ist eine Ziffer durch ein "X" ersetzt, wurde diese Eigenschaft nicht geprüft.

Mehr Informationen erhalten Sie in der PDF vom Bundesverband Handschutz e.V.

EN 420

DIN EN 420: Schutzhandschuhe - Allgemeine Anforderungen und Prüfverfahren - Klick für mehr Infos

Die DIN EN 420 definitert für alle Schutzhandschuhe relevante Prüfverfahren und die allgemeinen Anforderungen zu Handschuhkonfektionierung, Widerstand des Handschuhmaterials gegen Wasserdurchdringung, Unschädlichkeit, Komfort und Leistungsvermögen. Weiterhin legt sie die vom Hersteller vorzunehmende Kennzeichnung und vom Hersteller zu liefernden Informationen fest. Qualitätsaspekte sowie Gesundheits- und Arbeitsschutzaspekte werden ebenfalls behandelt.

EN 455

DIN EN 455 - Medizinische Handschuhe zum einmaligen Gebrauch - Klick für mehr Infos

Die EN 455 legt die Anforderungen und Testverfahren für medizinische Einmal-Handschuhe zur Überprüfung auf Lochfreiheit fest. Die Einweg-Handschuhe werden einem Stichprobenverfahren gem. ISO 2859-1 "Allgemeines Prüfniveau 1" unterzogen. Lochfreiheit besteht bei einen AQL-Wert (Acceptable Quality Level) von unter 1,5 (je kleiner der Wert, desto besser ist die Handschuh-Qualität). Die DIN EN 455 definiert einen Dichtheitswert von mindestens 1,5 für medizinische Einmalhandschuhe.

Weiterhin werden Abmessungen, Reißkraft, Proteingehalt, Pudergehalt und Materialalterung geprüft.

Die EN 455 gliedert sich vier Teile:

  1. Anforderungen und Prüfung auf Dichtheit
  2. Anforderungen und Prüfung der physikalischen Eigenschaften
  3. Anforderungen und Prüfung für die biologische Bewertung
  4. Anforderungen und Prüfung zur Bestimmung der Mindesthaltbarkeit

EN 471

Warnkleidung – Prüfverfahren und Anforderungen - Klick für mehr Infos

Seit 2013 Neufassung in EN ISO 20471.

EN 511

DIN EN 517 Schutzhandschuhe gegen Kälte - Klick für mehr Infos

Die EN 517 behandelt Leistungsanforderungen, Prüfverfahren und Kennzeichnungsinformationen für Kälteschutzhandschuhe.

  1. Wert Konvektive Kälte - Klasse 0 bis 4
    • beschreibt durchdringende Kälte
  2. Wert Kontaktkälte - Klasse 0 bis 4
    • beschreibt Kälte durch direkte Berührung mit Gegenständen
  3. Wasserdichtigkeit - Klasse 0 oder 1
    • nach 30 Minuten Wasserdichtigkeit erhält der Handschuh bereits die Klasse 1

Je höher der Wert, desto besser ist das Prüfergebnis. Ist der Wert "X", wurde die Eigenschaft nicht gekennzeichnet.

EN 60903

Die Norm gilt für isolierende Handschuhe als Fünf-Finger- und Drei-Finger-Variante, ...

  • die üblicherweise zusammen mit Schutzhandschuhen aus Leder verwendet werden sollten. Die Lederhandschuhe werden über den isolierenden Handschuhen getragen, um mechanischen Schutz zu bieten
  • mit mechanischem Schutz zur Verwendung ohne Überhandschuhe.

Quelle: http://www.beuth.de/

Klasse
Arbeitsspannung Volt
getestet mit ... Volt
00
≤ 500
2.500
0
≤ 1.000
5.000
1
≤ 7.500
10.000
2
≤ 17.000
20.000
3
≤ 26.500
30.000
4
≤ 36.500
40.000

Elektrikerhandschuhe müssen halbjährlich geprüft werden.

Kategorie
Zusatzanforderung
A
Säurebeständigkeit
C Beständig gegen extreme Kälte
H
Ölbeständigkeit
M Beständig gegen hohe mechanische Beanspruchung
R Beständig gegen Säure, Öl, Ozon und hohe mechanische Beanspruchung
Z
Ozonbeständigkeit

EN 812

DIN EN 812 - Industrie-Anstoßkappen - Klick für mehr Infos

Diese EN 812 legt physikalische Anforderungen und Leistungsanforderungen an die Schutzfunktion von Industrie-Anstoßkappen fest. Industrie-Anstoßkappen dienen dem Kopfschutz des Trägers, wenn der Kopf so stark gegen harte, feststehende Gegenstände prallt, dass es zu einer Platzwunde oder anderen oberflächlichen Verletzungen bis hin zur Selbstbetäubung kommt. Anstoßkappen bieten keinen Schutz gegen die Wirkung fallender oder geworfener Gegenstände, oder sich bewegender oder herabhängender Lasten. Quelle: beuth.de

Die Norm hat folgenden physische Anforderungen:

  1. Werkstoffe und Konstruktion
  2. Tragkorb
  3. Komfort- oder Schweißband
  4. Halt
  5. Kopfband, Nackenband
  6. Kinnriemen
  7. Belüftung
  8. Zubehör

Die Leistungsanforderungen gliedern sich in obligatorische und fakultative Anforderungen:

  1. Verbindlich Anforderungen
    1. Stoßdämpfung
    2. Durchdringungsfestigkeit
    3. Kinnriemenhalterungen
  2. Optionale Anforderungen
    1. sehr niedrige Temperaturen ( ~ -20° C)
    2. Flammenbeständigkeit
    3. Elektrische Eigenschaften