Exklusiv für Geschäftskunden

Normen-Glossar

Normen unterliegen einer ständigen Veränderung. In diesem Bereich finden Sie Informationen zu zahlreichen Normen.

Glossar-Suche

Gesetze und Normen Beschreibung und Anwendung

Langnachleuchtende Rettungszeichen und Schilder anregen

Richtige Anregung langnachleuchtender Rettungszeichen und Schilder

Alle langnachleuchtenden Schilder nach DIN 67510 speichern, nach dem Gesetz der Energieerhaltung, nur dann Lichtenergie wenn sie mit einer ausreichenden „Auflade-Lichtenergie“ beleuchtet werden. Dabei spielt die Stärke der Lichtquelle in Lux aber auch das spezifische Lichtspektrum des Leuchtmittels eine entscheidende Rolle. Die Norm schreibt auch fest wie hoch der Grenzwert der Leuchtdichte sein muss. Der Wert, der nicht unterschritten werden darf beträgt 0,32 mcd/m², dabei steht mcd/m² für Milli-Candela pro Quadratmeter. 

Beste Aufladewerte erzielen herkömmliche Leuchtstofflampen.

Die am unteren Schildrand gemarkten Leuchtwerte der langnachleuchtenden Schilder werden nur bei einer ausreichenden Ausleuchtung/Anregung der Schilder erreicht.

Haben Schilder höheren Leuchtwerte resultiert dies lediglich aus einer höheren Schichtdicke der auf das Schild aufgetragenen Leuchtpigmente. Dadurch kann in der dickeren
Pigmentschicht auch eine größere Menge Lichtenergie gespeichert werden. Diese Schilder leuchten, eine ausreichende Lichtquelle vorausgesetzt, etwas heller und über einen längeren Zeitraum nach. Damit diese stärkeren Nachleuchtwerte erreicht werden können muss natürlich die Lichtmenge in der „Aufladephase“ auch größer sein bzw. die Ladezeit etwas länger andauern.

Beim Kauf von Schildern ist immer auch folgende oder eine ähnliche Zahl 160/22,5 – 2100 angegeben. Dabei gibt die erste Zahl (hier:160) an, welche Leuchtdichte das Schild/Rettungszeichen noch besitzt nach dem das Licht seit 10 Minuten abgeschaltet ist. Die nachfolgende Zahl gibt die Leuchtdichte nach 60 Minuten ohne Licht an. Der letzte Wert besagt, nach wie vielen Minuten der durch die DIN 67510 festgelegte Grenzwert von 0,32 mcd/m² erreicht wurde. 

Empfehlenswert ist eine Messung der Lichtstärke am Anbringungsort mittels eines Lichtmengen-Messgerätes.

Da die Lichtenergie sich mit dem Abstand zur Lichtquelle verringert und auch Umgebungsfarben (dunkle oder helle Wände) eine Rolle spielen ist eine Messung immer ratsam. Desweiteren ist die Art des Leuchtmittel ausschlaggebend da die Wellenlängen des Lichts unterschiedlich sind! siehe Beispiel unten...

Also im Zweifelsfalle vor Ort messen!

Beispiel:

Glühlampe 100 W, Anregungszeit: 15 Minuten
hier benötigt man 125 LUX am Anbringungsort um die DIN 67510 zu erfüllen!

oder

Leuchtstoffröhre OSRAM L18W/11-860, Anregungszeit: 15 Minuten
bei diesem Leuchtmittel benötigt man 50 LUX am Anbringungsort
um die DIN 67501 zu erfüllen. 

Brewes liefert langnachleuchtende Rettungszeichen nach DIN 67510 in den Leuchtdichten:
- Highlight : 48 mcd/qm Leuchtdichte (48/6,5 – 690 / DIN 67510)
- SecuGlow : 65 mcd/qm Leuchtdichte (65/8,0 – 800 / DIN 67510)
- Highlight 160 : 160 mcd/qm Leuchtdichte (160/22,5 – 2100 / DIN 67510)

 

 

Laserklassen nach DIN EN 60825-1:2015-07

Überblick über die verschiedenen Lasserklassen nach DIN EN 60825-1:2015-07

Jede Lasereinrichtung muss mit einem Warnzeichen und einem Hinweisweisschild gekennzeichnet werden (ausg. Laser Klasse 1, dort genügt das Hinweisschild). Die Hinweisschilder müssen über die Laserklasse informieren. Jede Lasereinrichtung (ausg. Laser Klasse 1) muss auf einem Hinweisschild durch Angabe der maximalen Ausgangswert der Laserstrahlung, der Impulsdauer (falls zutreffend) und der ausgesandten Wellenlänge beschrieben werden.

Laserklassen Beschreibung Beispiele
Laserklasse 1
  • ungefährliche Laserstrahlung
  • oder gekapselte Laser einer höheren Klasse (Laserstrahl nicht zugänglich)

CD-Player
Laserdrucker

Laserklasse 1M
  • Laserstrahlung im Spektralbereich 302,5 nm bis 4000 nm
  • ungefährliche Laserstrahlung, solange der Querschnitt nicht durch optische Instrumente verkleinert wird
  • Sicherheit dadurch gegeben, dass Laser Strahlung nur aussenden kann, wenn Kontakt zu Haut oder Gewebe besteht

Kassen-Scanner
Richtlaser
Lichtschranken

Laserklasse 1C
  • medizinische Laser (kosmetische Anwendungen)

Haarentfernungslaser

Laserklasse 2
  • Laserstrahlung im sichtbaren Spektralbereich von 400 nm bis 700 nm
  • bei kurzzeitiger Einwirkungsdauer (bis 0,25 s) ungefährlich (auch für Augen)
  • Betrachtung mit optischen Instrumenten sollte vermieden werden

Laserpointer
Lichtschranken

Laserklasse 2M
  • Laserstrahlung im sichtbaren Spektralbereich von 400 nm bis 700 nm
  • bei kurzzeitiger Einwirkungsdauer (bis 0,25 s) ungefährlich (auch für Augen)
  • Gefahr für Augen bei Betrachtung mit optischen Instrumenten

Disco-Laser

Laserklasse 3R
  • Laserstrahlung im Spektralbereich von 302,5 nm bis 10^6 nm
  • Gefahr für Augen! Laserschutzbrille tragen!

Ziellaser an Waffen
Disco-Laser

Laserklasse 3B
  • Gefahr für Augen! Laserschutzbrille tragen!

Laser bei Lasershow

Laserklasse 4
  • Gefahr für Augen und Haut! Laserschutzbrille tragen! Nicht dem Strahl aussetzen! Schwere Schädigungen sind möglich.
  • diffus gestreute Strahlung ist ebenfalls gefährlich
  • keine Leistungsgrenze nach oben

Schnittlaser in Medizintechnik und Industrie
Hochleistungslaser

Laseraustrittsöffnung
  • bei Lasereinrichtungen der Klasse 3R, Klasse 3B und Klasse 4 muss die Laseraustrittsöffnung gekennzeichnet werden